Mittwoch, 25. Juli 2007

On the road in...Chiapas

Endlich hat mein Rumreisen durch Mexiko begonnen. Erste Station ist der suedlichste Bundesstaat Mexikos, Chiapas.

Chiapas ist wunderschoen, und meine erste Station, San Cristóbal de las Casas, ist mitten im Hochland Chiapas´ gelegen. Daher ist es auch recht kuehl und regnerisch dort, und die Landschaft ist so aehnlich wie in der Schweiz (oder in schoeneren Ecken des Harzes, obwohl...neeee).

Chiapas hat den groessten Anteil indigener Bevoelkerung in ganz Mexiko, und die meisten stammen direkt oder indirekt von den Mayas ab.

Hier ein Markt in einem Nachbardorf von San Cristóbal...



Es war uebrigens ueberhaupt kein Problem, andere Traveler kennenzulernen. Am Sonntag aus dem Bus ausgestiegen, Hostal gesucht & gefunden, mit an´ Tisch gesetzt und das wars. San Cristóbal ist allerdings ein Hauptziel der Travelerszene, da es total relaxt und "ausgechillt" ist.

Am Montag sind wir zu einem Cañón (Canyon) im Westen Chiapas gefahren, das war absolut beeindruckend. An der hoechsten Stelle ist der 1.000 Meter hoch - von dem Punkt stuerzten sich angelblich viele der Mayas zu Tode, als sie der spanischen Eroberung nicht mehr entfliehen konnten.

Wir (= ich, Jordan aus Israel, Wouter aus Holland und Souf aus Israel + andere ausserhalb des Bildes) waren allerdings nicht so verzweifelt und haben lieber die Aussicht genossen...


...die wirklich spektakulaer ist...



Falls einer der Maya seinen Sprung ueberlebt haette, waere er uebrigens mit Sicherheit von einem der Krokodile gefressen worden.



Zurueck in San Cristóbal, auf dem Markt...


Und in der Strasse...

Die Mischung aus mexikanisch-indigener Kultur, kolonialem Baustil und alpiner Landschaft ist wirklich einzigartig. Nur das Wetter war etwas nervig, da es ewig geregnet hat.

Am Dienstag habe ich mit einigen anderen eine ausgedehnte (gefuehrte) Montainbike-Tour durch die umliegenden Berge und Doerfer gemacht. Absolut fantastisch - Fotos waren allerdings nicht erlaubt, da viele der Maya glauben, ein Foto raube ihnen die Seele.

Dieses Foto ist aus dem Bus von San Cristóbal nach Palenque...

Mit Abstieg aus dem Hochland aendert sich die Vegetation schlagartig, von Kiefernwaeldern zu gruenem Urwald.

Beim Aussteigen aus dem Bus in Palenque (Nord-Chiapas) am Mittwoch wurden wir vorschlaghammerartig daran erinnert, dass wir ja hier in den Tropen sind. Unglaublich heiss, unglaublich schwuel...

Hier in Palenque befindet sich eine Maya-Ruinenstadt mitten im Jungle. Ach, auch unsere Unterkunft, ein legendaerer Hippie- und Archaeologen-"Hang-out" ist mitten im Gruenen. Die erste Nacht im Jungle mit Moskitos und anderem Getier steht uns bevor, ich bin gespannt!



Abschied aus Puebla

Mein Spanischkurs in Puebla ist schon wieder vorbei. Es war eine sehr lustige Zeit mit vielen lustigen Begegnungen und Begebenheiten (siehe letzter Blogeintrag). Ich habe mir jedenfalls Muehe gegeben, moeglichst intensiv in die mexikanische Kultur und deren Gebraueche und Gepflogenheiten einzutauchen. Hier der Fotobeweis (mit Hugo, einem meiner im Programm enthaltenen Konversations-Mexikaner):


Ich hoffe (und glaube), dass mir der Kurs viel gebracht hat. Meine Klasse (siehe unten) war jedenfalls sehr nett. Ich war uebrigens der Juengste und einziger Nicht-Gringo - falls dahingehend Zweifel bestehen sollten...



Auch in meiner Gastfamilie gehoerte ich zu den Juengeren...



Lupita und ihr Raúl (Achtung: Sohn, nicht Ehemann) waren auch sehr nett und haben mich bestens untergebracht und versorgt (sind aber auch Professionelle, machen das schon seit ueber 10 Jahren).
Werde gute Erinnerungen an Puebla behalten. Aber jetzt Schluss, jetzt ist Reisen angesagt!

Dienstag, 10. Juli 2007

Zeit fuer ein paar neue Eindruecke aus Puebla.
Zunaechst zum Wetter: Das ist hier so ziemlich das berechenbarste auf der (von mir bisher bereisten) Welt: Morgens kuehl (ca. 15-17º), bis Mittags Aufheiterung und Sonne, ca. 27-30º, zwischen 16 und 18.30h kurzer, heftiger Regenschauer oder Gewitter, abends wieder kuehl (wie morgens). Insgesamt sehr angenehm! Das Spanischlernen macht Spass und ist hoffentlich einigermassen effektiv. Aufgepasst, es folgen einige Fotos.


Typische Spanischlernszene auf spanischinstitutseigener Dachterrasse...



...der zweite von rechts ist uebrigens ein echter, leibhaftiger Moench, der sogar nett ist (nicht, dass mir schon jemals zurvor ein Moench negativ oder ueberhaupt aufgefallen, geschweige denn dumm gekommen waere)!! Davon gibts hier einige, denn Puebla (de los Ángeles) wurde ja laut Stadtchronik offiziell von Engeln gebaut und wimmelt noch heute von Geistlichen. Weisste Bescheid.



Faszinierend an Mexiko sind die tausenden Farben und Kunstwerke. Hier ein Ausschnitt der illustrierten Landesgeschichte im Palacio Municipal in Tlaxcala...



Weiteres Merkmal der spanisch gepraegten Kultur ist die obligatorische Stierkampfarena mit einigermassen frischer Blutlache in der Mitte (zum Zeitpunkt unseres Besuches war unklar, ob dieses vom Stier oder vom Torrero stammt)...




Selbstportrait vor dem groessten Popo der Welt (dem Popocatepetl)...



...dem bisher einzigen aktiven Vulkan, den ich auch von meinem Zimmerfenster aus sehen kann (vielleicht mal abgesehen von meiner Nachbarin)...



Hier sind wir in Teotihuacan, einer alten Ruinenstadt nahe Mexiko City, mit Pyramiden und allem drum und dran...

Apropos Pyramiden: Die Mexikaner sind gerade maechtig stolz, dass eine andere Ruinen-/Pyramidenstadt, Chitzen Ítza in Yucatán, zu einem der neuen 7 Weltwunder gewaehlt worden ist.


Hier ein Blick auf Downtown Mexiko City (eine der schoeneren Gegenden der Stadt)...


Und hier der Zócalo, Mexiko City´s Dorfplatz, wo jeden Tag um 18 Uhr winzige Soldaten versuchen, einige riesige Fahne zusammenzurollen...




Ein anderes, typisch mexikanisches Spektakel fuer die ganze Familie sind die Luchas Libres, die allmontaglichen Wrestling-Kaempfe (auch Catchen genannt). Ein absolutes Muss, wenn man die wahre mexikanische Seele kennenlernen moechte! Insbesondere die wie wild zeternden Waschweiber auf der Tribuene sind jeden einzelnen der 70 Pesos Eintritt (ca. 7 Dollar, also etwa 5€) wert.

Ach, der grosse Wrestler in der Mitte des ffolgenden Bildes ist uebrigens Batman, der sich neuerdings anscheinend ein Zubrot verdienen muss, seitdem es im Superheldengeschaeft nicht mehr so gut laeuft...



...und hier hat Batman gehoerig eins auf die Nase gekriegt...


Uebrigens lieben auch Frauen es, sich mal gehoerig auf die Schnauze zu hauen (zumindest in Mexiko), wie man auf dem naechsten Bild unscharf erkennen kann...


Geblutet oder geweint hat an dem ganzen Wrestling-Abend uebrigens und interessanterweise niemand, frage mich warum...