Donnerstag, 23. August 2007

On the road in...Arizona & Kalifornien

Von Mexico City aus flog ich dann weiter nach Phoenix, wo mich Conti (der ein Auslandsjahr and der Arizona State University macht) vom Flughafen abgeholt hat. Insgesamt habe ich eine sauwitzige Woche bei ihm verbracht!

Unter anderem haben wir einen zweitaegigen Ausflug mit nem Mitwagen nach Las Vegas und zum Grand Canyon gemacht.

In Vegas sind wir im "Circus Circus" abgestiegen, einem etwas alternden Riesenhotel- und Casino.


Waehrend Conti zunaechst (vergeblich) versuchte, die Slotmachines zu bezwingen...


...hab ich mich auf's Roulette konzentriert und aus 20 Dollar schnell 100 Dollar gemacht! Leider war es da erst etwa 9 Uhr abends, weswegen ich unmoeglich einfach aufhoeren konnte zu spielen und daraufhin mein ganzes gewonnenes Vermoegen wieder verspielt habe. Tja, am Ende gewinnt halt immer die Bank! Vegas hat aber trotzdem ne Menge Spass gemacht, und da wir nur einen Abend da waren, sind wir finanziell auch vergleichsweise glimpflig davon gekommen.

Hier eine der vielen Wedding Chapels (uebrigens 24h geoeffnet, falls man's eilig hat!)...



Auf dem Hin- und Rueckweg nach Vegas sind wir am imposanten Hoover Dam vorbeigekommen...


Und dann zum Grand Canyon weitergefahren (uebrigens: All diese waren um die fuenfstuendige Fahrten, also ein ganz schoener Marathon. Das Land ist riesengross, und ausserdem darf man sogar auf den entlegendsten Wuestenautobahnen ohne Verkehr nur mit 75 Meilen, etwa 120 Km/h entlangschleichen.)

Zum Grand Canyon kann ich nicht viel sagen, ausser dass man das mal gesehen haben muss!



Nach einer Woche bei Conti bin ich dann mit nem Greyhound Bus (uebrigens kein Vergleich zu den luxurioesen Mexiko-Bussen, welche auch noch dreimal billiger waren!) nach Hollywood, L.A weitergefahren.

Mein Hostel dort war direkt am Walk of Fame...


... und ausserdem habe ich eine Besichtigungstour zu den Haeusern der Stars in West Hollywood, Beverly Hills und Bel Air mitgemacht.

Das ist uebrigens Keanu Reeves' bescheidene Bude...



Der Fahrer hat uns dann noch fuer eine Viertelstunde am Rodeo Drive abgesetzt, wo die Stars ihre ganzen Klamotten kaufen (angeblich).


Das hier ist uebrigens das Regent Beverly Wishire (fuer diejenigen, die Pretty Woman gesehen haben)...


Leider haben wir auf der ganzen Tour keinen einzigen wirklichen Star gesehen, weswegen das Highlight der Tour wohl der mitten auf dem Hollywood Boulevard platzende Hinterreifen unserer Stretchlimo war. Alle Touris drumrum haben daraufhin gespannt verfolgt, wer wohl aus der Limo aussteigen wuerde, ohne zu wissen, dass nur noch mehr Touris da drin sitzen. Naja, wenigstens etwas Amusement.

Am naechsten Tag bin ich dann weiter nach Venice Beach (immernoch in L.A.), wo ich Zeuge davon wurde, dass Baywatch wirklich existiert! Yeah!


Pamela in action...


Samstag geht's nun weiter nach San Francisco, meiner letzten Reisestation, bevor es ueber New York wieder nach Hause geht.

On the road in...Oaxaca & Mexico City

Von Oaxaca-Stadt aus bin ich mit Freunden aus dem Hostel, Hannes aus Suedtirol und Tracy aus Australien, auf eine zweitaegige Wandertour in die "Sierra Norte" aufgebrochen. Die Landschaft dort oben ist unglaublich schoen, und - wieder mal ganz entgegen der Mexiko-Vorturteile - sehr waldreich, kuehl und regnerisch.

Vor allem Letzteres bekamen wir leider am ersten Tag zur Genuege zu spueren, da es wie aus Kuebeln gegossen hat. Das hat die Wanderfreude doch etwas getruebt, vor allem als wir am Hoehepunkt unserer 4-stuendigen gefuehrten Tour ankamen: einem Aussichtspunkt, an dem man aber leider ausser Wolken, Nebel und Regen ueberhaupt nichts gesehen hat.


Am naechsten Tag allerdings war das Wetter viel besser und so wurden wir dann doch noch mit einer schoenen Aussicht belohnt. Wohlverdient, wohlgemerkt, denn wir mussten ja den ganzen Weg auf den ollen Felsen hoch- und wieder runterklettern!


Von Oaxaca nahm ich dann den Nachtbus nach Mexico City, der Stadt aller Staedte - zumindest was die Groesse und Bevoelkerungszahl angeht(offiziell um die 22 Mio, aber geschaetzt bis zu 30 Mio).


Die Stadt hat aber trotzdem erstaunlich viele schoene Ecken und Boulevards, in denen es sich gut leben liesse - alles eine Geldfrage.

Amuesant sind uebrigens die tausenden VW-Kaefer-Taxis, die da durch die Gegend fahren!



Ich hab' das uebliche Sightseeing-Programm gemacht und mir unter anderem die Wohn- und Ablebenshaeuser von Sowjet-Haudegen Leo Trotzki...


...und der Malerin Frida Kahlo angeguckt (die beiden waren uebrigens befreundet)...




Ausserdem habe ich mich noch mit meinem UN-Freund Omar getroffen, der in Mexico City wohnt und dank seines Praktikums dort einen lukrativen Job gefunden hat (das laesst doch hoffen!).

Samstag, 4. August 2007

On the road in...Chiapas & Oaxaca

Wie im vorherigen Eintrag angedaeutet, verbrachten wir in Palenque zwei Naechte in einer Cabaña, einer Huette im Jungle. Im Reisefuehrer als "basic" beschrieben, enpuppte sich unsere Cabaña als ein aus Restholz zusammengezimmertes Drecksloch. Definitiv eine Erfahrung! Da der Ventilator nicht funktionierte, war es recht warm und schwuel, und eine reichhaltige Fauna aus Spinnengetier, Kakerlaken und anderen Insekten verbrachte die zwei Naechte mit uns (bisher bin ich noch nicht an Malaria erkrankt, vielleicht bin ich ja nochmal davon gekommen)...

Insgesamt war es aber wirklich sehr witzig im Jungle zu pennen, und das sehr gute Restaurant am Platze hat die Unannehmlichkeiten der Unterkunft wieder wettgemacht.


Am naechsten Tag sind wir dann zu den Mayaruinen von Palenque gefahren, die an einem Berghang im Urwald gelegen sind...


Danach gings weiter zu den Wasserfaellen von Misol Há...


Und Agua Azul (die mich sehr an die Krker Wasserfaelle in Kroatien erinnert haben)...



Anschliessend haben wir eine zweitaegige Oekoturismus-Erkursion in den Lancandón Jungle im Sueden Chiapas' gemacht, wo es wunderschoene Seen und Landschaften gibt.



Unser Tourguide hat uns auch zu alten Begraebnisstaetten der Lancandón-Ureinwohner gefuehrt.

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Chiapas wunderschoen und definitiv eine oder mehr Reisen wert ist!


Nach all diesem Reisestress hab ich mir erstmal drei Tage an den (fast) vergessenen Pazifikstraenden Suedmexikos gegoennt, mit Schnorchen, Buchlesen und Nichtstun.


Seit einigen Tagen bin ich nun in Oaxaca (Oa-Ha-Ka), einer schoenen, mittelgrossen Kolonialstadt in Suedmexiko. In dem Hostal, in dem ich hier penne, hab ich wieder neue Traveler kennengelernt, zum Beispiel Hannes aus Suedtirol...


Natuerlich gibts auch hier in Oaxaca wieder Tonnen von Ruinenstaetten (wie ueberall in Mexiko), wie hier auf Monte Albán oberhalb der Stadt (wo wir uns idiotischerweise in der uebelsten Mittagshitze mit dem Fahrrad hochquaelen mussten. Die Aussicht und die anschliessende Abfahrt waren aber eine gute Entschaedigung)...


Heute sind wir nach El Tule, ein benachbartes Dorf gefahren, wo auf dem Kirchplatz ein ueber 2000 Jahre alter Baum mit fast 60 Metern umfang steht... Das gaebe ordentlich Feuerholz, mannmann.



Abschliessend zu erwaehnen ueber Oaxaca ist, dass hier morgen Gouverneurswahlen sind. Das ist insofern wichtig, als dass die Stadt seit ueber einem Jahr mehr oder weniger im Belagerungszustand der APPO ist, einer von Lehrern gegruendeten Volksvereinigung, die den anscheinend zutiefst korrupten Gouverneur Ulises Ruiz stuerzen will. Vor einem Jahr kam es hier zu Ausschreitungen, bei denen wohl mehrere dutzend Protestanten, Maenner, Frauen und Jugendliche, von der Polizei erschossen oder erschlagen wurden. Auch wird davon berichtet (allerdings nicht in grossen, internationalen Medien), dass wiederholt Regimekritiker verschwunden sind. Es wird erwartet, dass es neue Proteste gibt falls Ruiz die Wahlen gewinnt, was als unwahrscheinlich gilt und daher wahrscheinlich Wahlbetrug waere. Auch das ist Mexiko.
Ich bin gespannt, was hier demnaechst passiert (aber keine Sorge, ich halte mich raus!).