Freitag, 2. Februar 2007

Wohnungssuche

Nachdem ich den gestrigen Tag mit dem Wälzen ellenlanger Internet-Wohnungsangebote verbracht und mich abends im schnieken Greenwhich Village noch mit meinem Holland-Amikumpel Garrett auf einen Cafe au Lait getroffen hatte, bin ich heute losgezogen, um mir Wohnungen anzugucken. Eine gute Gelegenheit, die Stadt abseits Manhattans mal besser kennen zu lernen.
Und mal ganz generell: Die Stadt ist verdammt dreckig und runtergekommen - unglaublich eigentlich bei den Geldsummen, die hier täglich umgesetzt werden. Was wir in Deutschland in die Verschönerung/Verbesserung von Infrastruktur, Häusern etc. stecken, stecken sie hier in Polizei und Militär (nehme ich an).

Hier mal ein Blick aus meinem (innen sehr schönen) Zimmer:

Und aus dem Küchenfenster:
Wohlgemerkt: Billig ist das Wohnen hier nicht, und meine derzeitige Vermieterin macht eigentlich auch einen ziemlichen bürgerlichen Eindruck. Andere Länder, andere Sitten - die gepflegte deutsche Kleingartenspießigkeit gibts hier jedenfalls nicht.

Mit der U-bahn...
...gings dann in nen anderen Teil Brooklyns zur ersten Wohnungsbesichtigung. Die Wohnung war sehr schön, is nur etwas weit weg. So siehts in den Seitenstraßen aus:

Eigentlich sehr ordentlich - dafür sah's auf der lokalen Hauptmeile umso kotteriger aus. Aber egal.

Von den "ethnic neighborhoods" (Schwarzenvierteln) Brooklyns gings auf Stipvisiten-Kontrastprogramm in den Central Park (wo die Mieten nochmals geringfügig höher sind):


Der Hammer kam allerdings danach: Keinen Kilometer Luftlinie vom Central Park, jenseits des East Rivers in Queens, ein ultrafieses, novosibirskereskes Industriegebiet. Hier hatte ich meine nächste Besichtigung:


Der Typ, der da wohnte, passte da allerdings ganz gut rein...


Ich habe mir artig sein Domizil angeguckt, freundlich gegrüßt, und habe gepflegt nen Abgang gemacht.

Die letzte Wohnung dagegen war sehr nett gelegen, weiter im Inneren von Queens, wo es viele Exilgriechen gibt und alles schon etwas mehr "residential", wohnlicher anmutet. Das Zimmer war auch ganz nett.



Fazit des heutigen Tages: Wir in Deutschland jammern auf hohem Niveau. Für alle, die mich in NY besuchen kommen (vor allem Eltern): Fühlt euch aber jetzt nicht abgeschreckt, die Stadt ist trotzdem klasse. Und alles andere als langweilig.
Bis zum nächsten Mal!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey Basti,

nee, Eltern stört das nicht. Zumindest Ma hat doch auch die britischen Studiviertel-Vorgärten überstanden, in denen die Bewohner immer so liebevoll ihren Müll drappiert haben. Ansonsten wünsche ich Dir noch viel Spaß und Erfolg bei der Wohnungssuche! Und mach Dir keine Sorgen um den Preis, Eltern zahlen ja! :) (Sorry, Eltern!) Also, viel Glück!

Liebe Grüße, Deine Schwester

Ena hat gesagt…

Jessi hat nicht unrecht, die britische WG war zwar cool aber für normale Eltern echt gewöhnungsbedürftig. Und das hat Mama, mit nem Dosenbier in der Hand, gut gemeistert. Und denk mal an den Elchkeller, der hat doch wohl alles getopt, oder? Bin gespannt auf Elterns Geschichten... :-)
Ena